Bild: Céline Bader 
Herbert Schibler mit Edith Scott, der neuen Geschäftsleiterin.
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11.09.2019 09:00

Vorhang auf für die neue Direktorin

Nach 14 Jahren wird Herbert Schibler seinen Posten als Geschäftsführer des Stadttheaters Olten an seine Nachfolgerin abgeben. Mit Edith Scott hat dieses eine qualifizierte Person gefunden, welche an Altbewährtem festhält und zugleich frischen Wind ins Haus bringt.

Olten Das Stadttheater Olten bietet jede Saison aufs neue ein breitgefächertes Angebot an Darbietungen, Konzerten und Shows. Der Mann hinter den Kulissen ist seit 14 Jahren Herbert Schibler. Nun, im Alter von 65 Jahren, hat er sich entschlossen, als Geschäftsführer zurückzutreten und seinen Posten freizugeben. «Es ist an der Zeit, jungen Menschen Platz zu machen. Neue Ideen, frischer Wind – ich bin überzeugt, dass sich tolle Sachen entwickeln werden. Ich bin froh, beruhigt und ohne Zweifel abtreten zu können.»

Was sich bewährt hat, soll bleiben

Für frischen Wind wird Schiblers Nachfolgerin, Edith Scott, ohne Zweifel sorgen. Dennoch ist es ihr wichtig, beliebte Programmpunkte beizubehalten: «Vieles im Stadttheater hat sich über Jahre bewährt. Es ist den Leuten wichtig, und daran will ich auch nichts ändern.» Edith Scott ist 30 Jahre alt, in der Region aufgewachsen und lebt in Olten. Ihr Studium in Germanistik und Musikwissenschaft hat sie sowohl in Fribourg als auch in Zürich absolviert. Erfahrungen konnte Scott bereits während und nach ihrem Studium sammeln, einerseits beim Luzerner Sinfonieorchester und später beim Theater Orchester Biel Solothurn. Für die Oltnerin war früh klar, welchen Weg sie nach ihrem Studium einschlagen würde: «Ich wollte den Kernthemen meines Studiums treu bleiben und habe immer gehofft, die Musik beruflich einbinden und meine Leidenschaft zu meinem Leben machen zu können.»

Vielseitiger Aufgabenbereich

Vergangene Woche trat Edith Scott ihre neue Stelle an. Herbert Schibler ist derweil dabei, sie auf die anfallenden Aufgaben vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem die Personalführung, die finanzielle Verantwortung, die Führung des Tagungsbetriebes, die Programmierung sowie die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber – der Stadt Olten. Auch die Vermarktung fällt in den Aufgabenbereich. Respekt hat Edith Scott vor allem vor der damit einhergehenden Verantwortung: «Ich will meinen Job nach bestem Wissen und Gewissen ausüben. Ich habe eine grosse Verantwortung gegenüber dem Team, der Stadt, den Gästen. Dies ist keine leichte Aufgabe, aber gewiss eine, auf die ich mich freue.» Ende September wird der bisherige Geschäftsführer sein Zepter offiziell an Edith Scott übergeben, jedoch nicht ganz von der Bildfläche verschwinden: «Ich werde eine Zeit lang aushelfen, wo es mich braucht.» Herbert Schibler werden die zahlreichen Begegnungen und tiefen Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern am meisten in Erinnerung bleiben. Auch zum kommenden Programm findet der Winznauer nur lobende Worte: «Es ist gespickt mit Highlights. Besonders freue ich mich auf die Lautten Compagney Berlin, welche vom 27. November bis 4. Dezember mit vier verschiedenen Stücken auf unserer Bühne stehen wird. Damit habe ich mir einen kleinen Wunsch erfüllt.» Das Stadttheater habe aber auch einen bildungspolitischen Auftrag, welchen es erfüllen müsse. Die Kunst sei es, daraus ein abwechslungsreiches und breit gefächertes Angebot zu gestalten.

Ob der Profi noch einen Tipp für seine Nachfolgerin hat? «Mut haben. Mut zu etwas Neuem. Ein weiterer Tipp ist die Vernetzung – das Beziehungsgeschäft ist in unserem Job viel Wert.»

Von Céline Bader

Kammermusik vom Feinsten

Das Kammerorchester «Festival Strings Lucerne» eröffnet zusammen mit der erst 12-jährigen britischen Violinistin Leia Zhu die Konzertsaison im Stadttheater Olten. Am 17. September, 19.30 Uhr, sind Werke von Carl Nielsen, Richard Wagner, Camille Saint-Saëns, Niccolò Paganini und Béla Bartók zu hören. Vorverkauf: www.stadttheater-olten.ch, www.kulturticket.ch oder 062 289 70 00.