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Die Männerturner inmitten der Rebberge.
1/1 Bild: z.V.g. Die Männerturner inmitten der Rebberge.
09.09.2019 11:00

Männerturnverein in den Reben

Kürzlich packte einmal mehr 19 Kameraden des Männerturnvereins Wangen bei Olten die Wanderlust. Die Turner besuchten eine Synagoge und lernten viel Wissenswertes über Rebberge.

Wangen bei Olten Nach der Anreise nach Endigen im Kanton Aargau mit Bahn und Postauto, galt der erste Stopp der dortigen Synagoge. Endigen und die Nachbargemeinde Lengnau waren im 18. und 19. Jahrhundert die einzigen Orte der Schweiz, in denen sich Juden niederlassen durften. Kein Wunder, bauten sie sich 1845 ihr eigenes Gotteshaus. Nach diesem kleinen historischen Geschichtsrückblick trat die Gruppe die geplante Weinbergwanderung Richtung Klingnau an. Zuerst aber gab es in Unterendingen noch den obligaten Startkaffee.

Schon nach einer halben Stunde Wanderzeit erwartete die Gruppe inmitten der sonnigen Rebberge ein junger Tegerfelder Winzer der ihnen beim Weiterwandern allerlei Wissenswertes über die Pflege der Reben und die verschiedenen Traubensorten seiner Rebberge erklärte. Den interessanten Ausführungen folgte natürlich an Ort und Stelle eine kleine Weindegustation. Die Wanderer nutzten die Gelegenheit, sich mit der Winzerfamilie auszutauschen; besitzen doch einige von ihnen zu Hause selber ein paar Rebstöcke und wollten vom Wissen der Profis profitieren. Nach diesem feuchtfröhlichen Apéro war es Zeit für ein stärkendes Mittagessen im Restaurant in Tegerfelden.

Die Nachmittagsetappe war um einiges anstrengender, stieg doch die Hitze über 30 Grad. Dennoch genossen die Wanderer den weiteren Weg durch die Rebberge sowie die Aussicht über das fruchtbare Ruckfeld, das Aaretal und den Klingnauer Stausee. Nach zwei schweisstreibenden Stunden erreichten sie das mittelalterliche Städtchen Klingnau. Dort erwartete die Wanderer eine wohlverdiente Erfrischung offeriert von einem Wanderkollegen, der in diesen Tagen seinen Achtzigsten feiern durfte. Ihm sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Diese lehrreiche Wanderung wird sicherlich allen in guter Erinnerung bleiben.

Martin Isler